1. Ligaspill zu Lëtzebuerg

1.Spieltag der Hessen-Liga in Luxemburg

Wasserturmcup in Luzern

Endlich wieder Turnier! So dachten nicht wenige von uns als wir am Freitag (01.11.13) in den Autos, die bis oben hin mit Rugbyzeugs vollgestopft waren, zu dem Wasserturmcup in Luzern aufbrachen. Andere fragten sich in dem Augenblick: Wie ist denn ein Rugbyturnier denn so? Zwei von insgesamt 14 Spielern, die für die Sg Luxemburg/Pfungstadt teilnahmen, waren zum ersten Mal bei offiziellen Spielen dabei und konnten demnach noch nicht wissen, was denn so genau nun auf sie zukommen würde. Nur um den Fragen schnell vorzugreifen: Ja, es haben alle unverletzt überlebt.

Wir kamen also am Nachmittag in Luzern an und gingen gleich in die Stadt hinein, um uns die Turnierstadt anzusehen. Luzern ist eine sehr gemütliche Stadt, in der man sich wohlfühlen kann. Bei einer kleinen Bierverkostung, welche nie fehlen darf, ging die Mannschaft jedoch auch gleich zur Arbeit über, denn Aufteilung der Positionen und Festlegen der Taktik müssen schon gemacht werden. Die Wiederholung einiger Grundregeln im Übrigen auch. Als gegen Abend die Mannschaft dann komplett war, ging es um die taktischen Finessen und die „Zehn-oder-mehr-Gebote“ des Unterwasserrugbys wurden jedem erneut eingeschärft. Anschließend ging es zurück in die Herberge und die Mannschaft versuchte schnellstmöglich zu schlafen, um am nächsten Tag frisch und guter Dinge abtauchen zu können.

Gegen 8:45 waren wir im Wasser und warteten sehnsüchtig auf das Anhupen. Es wurde 15 Minuten durchgehend mit einer mehr oder weniger effektiven Spielzeit gespielt. Die Mannschaft aus Milano war unser erster Gegner und uns wurde sehr schnell wieder bewusst, dass bei Liga- und Turnierspielen schneller als in unserem Training gespielt wurde. Nach ein paar Minuten hatten wir uns zwar gefangen, jedoch konnten wir nicht mehr viel ausrichten und mussten das Spiel leider verloren geben. Später am Tag mussten wir uns eingestehen, dass wir, wenn wir das gespielt hätten was wir in späteren Spielen zeigen konnten, durchaus eine Chance gehabt hätten. Jedoch bleibt der Konjunktiv bekanntlich Konjunktiv und vorbei war vorbei.

Das zweite Spiel verlief deutlich besser: Gegen Bodensee II konnten wir unser Spiel umsetzen und brachten dadurch auch Ordnung und Struktur in unser Handeln. Bodensee schaffte ein Tor, wir deren vier, sodass das Spiel zu unseren Gunsten ausging und wir einen Sieg sicher hatten. Es ist erstaunlich zu sehen wie sehr ein gewonnenes Spiel die Moral und Stimmung einer Mannschaft heben kann.

So schnell kann sie dann aber wieder sinken: Die Spiele gegen Karlsruhe und Zürich mussten wir verloren geben. Karlsruhe war durch die Mannschaftsleistung zu stark und so gut eingespielt, dass wir nicht richtig zum Zug kamen und Zürich war einfach zu stark. Jedoch schafften wir es trotz diesen Niederlagen das Positive zu sehen und so erhellte sich die Stimmung der Mannschaft recht schnell und wir konnten optimistisch in unser „Finale“ um den siebten Platz gehen.

Wie man auch auf der Homepage des Luzerner Vereins lesen kann, war es ein sehr spannendes Spiel. Es ging über die Hälfte der Zeit hin und her und jede Mannschaft konnte sich zeitweise am Korb der anderen festsetzen und Druck ausüben. Dann kam Pech ins Spiel: Wir bekamen einen Strafstoß gegen uns und dann wurde der Ball von den Unterwasserschiedsrichtern im Korb gesehen, sodass ein Tor für die Luzerner verbucht wurde. Da nun die Spielzeit fast abgelaufen war, konnten wir trotz erhöhtem Einsatz und Wut im Bauch das Ergebnis nicht mehr korrigieren, sodass wir uns über den achten Rang freuten.

Abends wurde bei „Musik“ die Spiele und natürlich die kritischen Szenen des Tages wieder und wieder besprochen, es wurden Kontakte zu anderen Mannschaften geknüpft und auch kühle Getränke zu sich genommen, sodass der Tag einen geselligen Ausklang fand.

Am Sonntag packten wir unsere Sachen und traten die Rückfahrt an. Bei langen Autofahrten bleibt natürlich viel Zeit um neue Pläne zu schmieden, um sich auf die Spiele der Saison einzuschwören. Mal sehen was kommen wird.

Am Ende gilt der Dank den Luzernern, die ein tolles Turnier organisiert haben.

Und los

Ein langer Sommer neigt sich dem Ende zu:

Obwohl unser Bad bekanntlich den Sommer durch für uns geschlossen hatte, waren wir nicht faul: Es wurden Trainingszeiten in Trier, Saarlouis, Heidelberg und Pfungstadt genutzt. An dieser Stelle möchten wir uns bei all diesen Mannschaften dafür bedanken, dass sie uns mit offenen Armen empfangen haben und wir mit ihnen untergehen durften. Um diese Auswärtsserie zu krönen, bestritten wir dann Ende August das Turnier „Kampf um den Pfunstädter Bierpokal“, bei dem wir knapp am Pokal vorbei schrammten. Nun, zumindest haben wir ein tolles Wochenende verbracht und an Erfahrung gewonnen.

Aber: Jetzt geht es endlich wieder los: Das Training wurde erfolgreich wieder aufgenommen und es haben sich wieder neue Abenteuerlustige gefunden, die zum Schnuppern ins Becken gestiegen sind. Erste Turnierteilnahmen sind gebucht oder stehen zur Diskussion. Im November werden wir in Luzern abtauchen und uns auf internationaler Ebene messen. Zudem stehen eine Reihe anderer Veränderungen an, die allerdings noch nicht spruchreif sind…:)

Auf jeden Fall gilt: Wer interessiert ist Unterwasserrugby auszuprobieren, darf sich gerne melden oder einfach mittwochs zum Training kommen. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Talenten.

Man sieht sich also unter Wasser.

Ein Jahr untergetaucht: Ein Saisonrückblick

Ja, das stimmt schon. Die Saison des Unterwasserrugbys ist recht früh vorbei. Nichtsdestotrotz ist in diesem Rugbyjahr, dem ersten in Luxemburg, viel passiert.  Da es nun mittlerweile ein Jahr her ist, dass wir unser erstes Training in eigenem Becken absolvierten, ist es Zeit um einen ersten Rückblick zu wagen.

Nachdem wir im März letzten Jahres uns zu drei Unerschrockenen in einer Kneipe getroffen hatten, um das Projekt, zumindest erstmals theoretisch, aus der Taufe zu heben, haben wir schnell etliche Experimentierfreudige gefunden (nach teils sehr aktivem Suchen), die es wagten, ihre Nase in einem Schwimmbecken zu versenken. An dieser Stelle muss auch auf die, mittlerweile legendäre, Überredungskunst unseres Trainers aufmerksam gemacht werden, die unseren Wachstumsprozess stetig antrieb und heute noch treibt.

Nun gut, zurück unter Wasser: Das erste Training, das ein „wildes Training“ war, sah recht abenteuerlich aus: Ausrüstung und Material waren wilde fantasievolle Gebilde, der Ball von einem deutschen Verein „ausgeliehen“ und das Atmen durch den Schnorchel schien ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Jedoch kamen fast alle Abenteurer zu einem zweiten Training wieder. (Es sei an dieser Stelle auf die Überredungskunst einer bestimmten Person hingewiesen.)

So vergingen die ersten Wochen der Luxemburger Rugbygeschichte. Die Ausrüstung wurde nach und nach besser, die Zeiten unter Wasser länger, die Panikphasen unter Wasser kürzer.

Während dieser Zeit passierte über Wasser auch einiges: Es wurden Vereine aus dem Schwimm- und Tauchbereich angeschrieben, um dem Rugbysport einen Platz zu geben und natürlich um auf diesem Weg eine erste Trainingszeit zu ermöglichen. Zur Überraschung aller meldete sich nach sehr kurzer Zeit der städtische Schwimmverein Swimming Luxemburg mit großem Interesse uns aufzunehmen.

Nach zwei Treffen mit dem Verein und einer kurzen Wartezeit bekamen wir unsere wöchentliche Trainingseinheit zugeteilt und konnten Anfang Juli mit dem ordentlichen Training beginnen.

Nach Ende der Sommerferien war unsere Mannschaft auf ungefähr 10 SpielerInnen gewachsen und die Mannschaft befand sich in einem andauernden Wachstumsprozess. Zudem entschied die Mannschaft den Spielbetrieb in der Bezirksliga Baden-Württemberg aufzunehmen, der vierten Liga Deutschlands. Nachdem die Lizenzquerelen bewältigt waren, konnten wir Mitte November zum ersten Spieltag nach Mannheim aufbrechen. 

Es galt drei Spiele zu überleben, was alleine schon als Herausforderung reichte. Nach einer kurzen Regelkunde ging es gegen 11 Uhr los. Wir spielten nach unseren Möglichkeiten, und obwohl wir nicht den Hauch einer Chance hatten, machte es allen Beteiligten Spaß. Am Ende des Tages hatten wir zwar kein Spiel gewonnen, jedoch ein Tor erzielt, was einem Sieg gleich kam.

Um etliche Erfahrungen reicher und mit reichlicher Motivation wurde in den nächsten Wochen und Monaten trainiert und geplant. Zwischenzeitlich erlebte die Rugbymannschaft mehrere Leistungsschübe, sodass wir mit Gästen aus Trier und Saarbrücken zwischenzeitlich 24 Trainingswillige an den Mittwochabenden zusammenbekamen. Die weiteren Spieltage der Liga wurden mit zunehmendem spielerischem Niveau absolviert, ein Spiel wurde zwar nicht gewonnen, jedoch wurden immer mehr Tore erzielt.

Der bisherige Höhepunkt ist sicherlich das Langenauer Turnier „Nixencup“ gewesen, das Mitte März in der Nähe Ulms ausgetragen wurde. Die Mannschaft trat hier mit einem ordentlichen Selbstbewusstsein und zwei ausgeliehenen Spielern an, und hinterließ so einen guten Eindruck. Man darf mit Fug und Recht behaupten, dass die Mannschaften Süddeutschlands nun wissen, dass es Luxemburg auf der geografischen, wie auch auf der rugbytechnischen Landkarte gibt. Nachdem die Langenauer Spiele und die obligatorische Fete mit Bravour überstanden waren, ging es zurück nach Luxemburg ins wöchentliche Training.

Mit noch mehr Motivation sind hier die nächsten konditionellen wie technischen Schritte angegangen worden, sodass die Mannschaft sich in einem stetigen Verbesserungsprozess befindet. Zudem vergrößert die Mannschaft sich ständig, sodass für nächste Saison die Hoffnung auf eine komplette Mannschaft bei Liga und Turnieren besteht.

In der Zwischensaison stehen nun die Suche nach einem geeigneten Trainingsbad während der Zeit der Sommerferien und das Bestreiten des Turniers „Kampf um den Pfungstädter Bierpokal“ Ende August an.

Abschließend lässt sich feststellen, dass das erste Jahr der Luxemburger Unterwasserrugbygeschichte sehr erfolgreich war und ist. Es wurde viel getan und erreicht und am Wichtigsten: Wir haben Spaß gemacht. Diesen wird man auch mit Sicherheit nächstes Jahr haben, zudem wird man auch nächstes Jahr viel tun und erreichen.

Frei nach dem Motto: Wenn man atmen kann, ist es kein Sport.

Medusa Clip 1

::
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=ml5-00wzZGE&w=853&h=480]
::

Medusa, de lange Clip

::
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=4pmbXfBLgLY&w=853&h=480]
::

Unterwasserrugby Promo Video vom WSC Langenau

 

::
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=-fzGEpTLELY&w=560&h=315]
::

Unterwasserrugby Werbevideo

::
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=99ou29dVGSs&w=640&h=480]
::